DIY – Projekte

Pflanzenschrank

Nachdem meine Tochter den abgebildeten Schrank vorgestellt hatte, kamen noch Fragen zum Bau, bzw. Nachbau. Für Interessenten habe ich mir jetzt die Mühe gemacht, eine „Bastelanleitung“ 😉 zu schreiben. Gerne kann der Schrank nachgebaut, umgebaut oder modifiziert werden.

Ich habe mich entschlossen, zu den von mir verwendeten Teilen Hinweise zu anzugeben. Ganz wichtig: Diese dienen nur der Beschreibung und sind exemplarisch, ich verdiene daran nicht !!

Am Anfang stand die Idee zu diesem Schrank von meiner Tochter. Sie hat sich diesen Schrank von IKEA ( MILSBO Vitrine, weiß, 73 x 175) entschieden.

Er ist gut einsehbar und Glas und beschichtetes Metall können mit dem feuchten Klima gut umgehen.

Nach einer genauen Besichtigung und Vermessung suchte ich nach geeigneten Ausgestaltungsmöglichkeiten. Dabei sollte jede Ebene eine individuelle Beleuchtung erhalten können. Letzten Endes wurde ich bei Amazon fündig

( Artikelnr.: HJJM-12-DENG-HE3958X#B#3M ).

Dieser LED Pflanzlicht-Streifen benötigt 5 Volt und kann an gekennzeichneten Stellen durchgeschnitten werden. Auf der Rolle sind 3 Meter aus denen ich dann 6 einzelne Streifen (je 50 cm)hergestellt habe. Nur nebenbei, jeder einzelne Streifen benötigt dann natürlich wieder 5 Volt. Die Befestigung ist simpel, nach‎ Entfernen der Schutzfolie lässt sich der Streifen prima verkleben.

In diesem Bild sind die Streifen gut zu erkennen. Das sind drei Streifen in der oberen Etage und darunter ein einzelner. Die beiden anderen Etagen sind auch wieder so ausgestattet. Die Kabelführung der obersten Etage ist problemlos, hier gibt es zwei Löcher in der Decke.

Im nebenstehenden Bild kann man sehen, wie die Kabel in den anderen Etagen geführt werden können. Dafür bietet sich der Mittelsteg an, in den sich leicht Löcher bohren lassen, da er aus Aluminium ist. In jeder Reihe ist ein Lüfter (AMAZON ALAM SCM 4 St. DC USB, Nr.: 5010 DC 5V) installiert, dessen Kabel ebenso durch ein kleine Bohrung im Steg nach außen geführt werden.

Die Lüfter sollten wiederum mit 5 Volt laufen und nicht zu groß sein, immerhin ist kein „Orkan“ sondern nur ein kleines laues Lüftchen nötig. Zudem sollten sie auch einigermaßen leise sein. Auch hier werden, genau wie an der LED Leiste der USB Stecker abgeschnitten. Und immer 15 cm Kabel am Stecker dran lassen, die werden nämlich später nochmal gebraucht !

Weitere Einzelheiten zur Montage der Lüfter sind hier zu sehen. Da die Lüfter ja nicht unsichtbar zu machen sind, sollte wenigstens die Befestigung optisch nicht so auffallen und möglichst wenig Bearbeitung erfordern. Das Ergebnis nach einiger Grübelei ist hier zu sehen. Die Befestigung besteht aus einer 2mm dicken Plexiglasscheibe mit 10cm Durchmesser ( Amazon; klare Acrylplatte 10cm mit Loch, Artikelnr.: CREEST-A002 ) und Saugnäpfen mit Edelstahlgewinde und klaren Muttern ( Amazon; FINDIR Saugnäpfe mit Gewinde Artikelnr.: 202301301644 ).

Leider muss die Bohrung der Scheibe noch minimal erweitert werden damit das Gewinde durchpasst. Und wenn ich schon dabei bin, habe ich noch ein neues Loch gebohrt für die Kabeldurchführung. Aber Achtung: Acrylglas zu bohren erfordert große Sorgfalt, es reißt und bricht leicht.

Die Befestigung ist dann kein Geheimnis mehr. Saugnapf an die Glasscheibe, Plexiglasscheibe daran hängen und mit der Plastikmutter sichern. Mit den Lüftern habe ich es mir dann leicht gemacht, sie sind einfach nur mit Sekundenkleber auf die Acrylglasscheibe geklebt. Eigentlich wollte ich sie ja verschrauben, da hätte ich aber noch eine Vorrichtung bauen müssen. Die vielen diversen Kabel habe ich mit kleinen „Strapsen“ gebündelt und hinter der Mittelabdeckung langgeführt. Dadurch sind sie nicht direkt im Blickfeld.

Ein Hinweis noch auf die Stromversorgung. Da sich bisher alles mit 5 Volt abgibt, ist einfach nur eines der vielen Smartphon Ladegeräte mit USB Anschluss erforderlich, die bei uns so zahlreich rumliegen. Da wir ja schlauerweise die abgeschnittenen USB Stecker aufgehoben haben, muss nur noch die Isolierung entfernt werden und alle roten Kabel ( das ist + ) und alle schwarzen Kabel ( das ist – ) müssen miteinander verbunden werden. Um jedoch das Ladegerät nicht zu überlasten, sollte man die Kabel aufteilen. Z.B. alle Lüfter zusammen, die Beleuchtung aufteilen und an drei Ladegeräte anschließen, so kann auch die Beleuchtung teilweise abgeschaltet werden.

Ich habe mir allerdings die Mühe gemacht die Kabel über Steckverbinder ( Amazon; QITIN DASEN von Fularr Art.Nr.: B07R6L7Y1H ) zu verbinden.

Im Wesentlichen ist jetzt alles beisammen. Und wenn jemand Lust bekommen hat, kann er ja anfangen zu basteln ( lol ).

Für mich ist das Projekt allerdings noch nicht vollständig, da ja die automatische Versorgung im Inneren noch fehlt 😉 . Das ist jedoch ein weiteres DIY Projekt, das ich im Anschluss noch vorstelle.

Pflanzenschrank 2.0

Hier berichte ich jetzt über mein zweites Projekt zu diesem Schrank. Es haben sich im laufenden Betrieb ein paar Schwachstellen gezeigt.

Die Stromversorgung über Steckernetzteile ist ausgefallen. Ein stärkeres Ladegerät mit z. B. 5 Ampere würde besser passen.

Wenn man mal vergisst, die Wasserbehälter aufzufüllen, sollten die Nebler abgeschaltet werden, damit sie nicht trocken laufen und zerstört werden.

Eine zweizeilige Anzeige geht zwar, wie man im ersten Projekt sieht. Jedoch machen zusätzliche Angaben ( Wasserstandsüberwachung) eine mindestens vierzeilige Anzeige nötig. In der nächsten Erweiterung verwende ich dann ein 3.5″ TFT Display.

Neue Funktionen machen jetzt einen Arduino Mega 2560 notwendig. Und wenn ich schon dabei bin, gleich ein neues Gehäuse mit weiteren Verbesserungen, u. a. eine Infrarot Fernbedienung für das Schalten der Beleuchtung in Gruppen und eine Überwachung des Wasserstandes in den Behältern.

So sieht das neue Teil aus.